Chronik

Chronik des TuS Fürstenfeldbruck von 1885 e.V. (Kurzform)

Im Mai 1885 wurde der Turnverein Fürstenfeldbruck gegründet mit dem Kunstmaler Karl Robiczek als ersten Vorsitzenden. Bereits 19 Jahre vorher hat es entsprechende Bemühungen gegeben, ein organisiertes Turnen durchzuführen.

Zum 10jährigen Bestehen richtete der Verein das Gauturnfest des Turngaues Weilheim-Werdenfels aus.

1903 übernahm Max Schwinghammer die Leitung des Vereins. Ein Jahr später, nach dem frühen Tod von Schwinghammer, wird Georg Schlemmer neuer Vorstand. Auch tritt der Verein in diesem Jahr 1904 dem 1900 gegründeten Turngau Amper-Würm bei. Von 1906 - 1908 steht Sebastian Steiner dem Verein vor. 1907 übernahm der Verein auch die Patenschaft beim Turnverein (TV) Emmering.

Von 1908 - 1911 war wiederum Georg Schlemmer 1. Vorsitzender. Zum 25jährigen Bestehen führte der Verein im Jahr 1910 wieder ein Gauturnfest durch.

1911 ging die Leitung an Michael Schwinghammer über . In dieser Zeit gab es bereits zahlreiche Erfolge der Brucker Turner. Östlich des Friedhofes erhielt der Verein 1912 von der Marktgemeinde den Spielplatz an der Dachauer Straße als Sportplatz zur Verfügung gestellt.

Schwere Zeiten machte der Verein während des 1. Weltkrieges durch. Zahlreiche Sportler verlor der Verein durch den Krieg.

Aber bereits 1919 konnten wieder die ersten Erfolge beim Gauturnfest des Turngaues Amper-Würm verbucht werden. In diese Jahr fällt auch die Einführung des Frauenturnens unter der Vereinsführung von Hans Huber.

Im Jahr 1920 bekam der Verein erstmals eine eigene Turnhalle. Die ehemalige Maschinenhalle des Kraftwerkes Obermühle mit der anschließenden Spielwiese wurde dem Verein zugewiesen, Eröffnung 1921. Heute ist dieses Gebäude unser Vereinsheim.

1922 zählte der Verein unter dem Vorstand Karl Helbig schon rund 500 Mitglieder.

Mit dem 12. Januar 1924 beginnt für den Verein eine sehr erfolgreiche Zeit: "Hardi" Plonner übernimmt die Leitung des Vereins für die nächsten 23 Jahre.1925 wird das 40jährige Bestehen groß gefeiert. Weitere große erfolgreiche Veranstaltungen folgen. Außerdem kommen verschiedene Abteilungen dazu.

Im Jahr 1936 wurde mit dem Bau der Jahnhalle an der Philipp-Weiß-Straße begonnen. Durch großen finanziellen und persönlichen Einsatz der Vereinsmitglieder konnte die Halle errichtet werden, eine Glanzleistung in der Vereinsgeschichte. Leider musste wegen des 2. Weltkrieges die Halle an die Stadt abgegeben werden.

Am 23. 6. 1939 wurden alle Brucker Sportvereine zur Turn- und Sportgemeinschaft Fürstenfeldbruck durch das damalige Regime fusioniert.

Während des 2. Weltkriegs ruhte der Sportbetrieb weitgehendst. Ende 1945 stellte sich Ferdinand Stanglmaier, ein langjähriges Mitglied, als Vorstand zur Verfügung. Nach dem verschiedene Abteilungen sich wieder selbstständig den Übungsbetrieb aufnahmen, nannte sich unser Verein nunmehr Turn- und Sportverein Fürstenfeldbruck.

1946 ging die Vereinsleitung an Willi Rollenmüller über.

Von 1947 bis 1953 hatte Toni Ertl zwischenzeitlich das Steuer unseres Vereinsschiffes übernommen und dasselbe mit großem Geschick bis 1953 sicher und bewusst durch alle Klippen geführt. In diesen Jahren nahm der Verein wieder großen Aufschwung. 1949 konnte die Jahnhalle wieder als Übungsstätte benutzt werden. Hardi Plonner wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 1. Juli 1951 ging ein langgehegter Wunschtraum in Erfüllung: der TuS ist wieder im Besitz seines eigenen Sportplatzes "Auf der Lände". In feierlicher Weise erfolgte vor über 1000 Besuchern die glanzvolle Eröffnung.

1953 wurde Georg Heid zum Vorstand gewählt und hatte dieses Amt bis 1962 inne.

Anlässlich des 70jährigen Bestehens des TuS und des 10jährigen Jubiläums des BLSV wurde Fürstenfeldbruck 1955 zur Feststadt auserkoren und unser TuS als federführender Verein bestellt. Mehr als 5.000 Sportler nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Von 1962 bis 1967 übernahm der langjährige Hauptsportwart Hermann Grischy die Führung des Vereins. Mit der Verleihung der Ehrenpräsidentenwürde anlässlich seiner Amtsübergabe im Jahr 1967 wurden seine großen Verdienste um den Verein gebührend gewürdigt.

Zum 1. Vorsitzenden wurde im Jahr 1967 Simon Kottermaier, langjähriger Leiter der Radsportabteilung, gewählt. Er wurde 1975 von Walter Buck abgelöst. Auch Simon Kottermaier wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

In die Amtszeit von Walter Buck fällt vor allem die umfassende Renovierung des TuS-Vereinsheimes „Auf der Lände“. Durch den unermüdlichen Einsatz vieler Mitglieder wurde der große Arbeitsaufwand bewältigt. Die weitaus höchste Anzahl an Arbeitsstunden leistete Helmut Kotzerke. Aus Kostengründen wurde der vereinseigene Sportplatz Anfang der 80ziger Jahre an die Stadt übergeben.

Immer mehr Sportarten wurden beim Verein aufgenommen und betreut. Am 23.5.1977 konnte das 2.000 Mitglied begrüßt werden. Auch im gesellschaftlichen Bereich war der TuS in der Stadt nicht mehr wegzudenken.

1983 folgte ein großer Umbruch. Georg Mirschberger übernahm das Präsidentenamt im Verein. Unter Federführung des Vize Kurt Homm wurde zusammen mit dem BLSV eine neue Satzung ausgearbeitet. Absolutes Neuland wurde damals mit der Einführung der Delegiertenversammlung betreten.

1985 folgt dann das 100jährige Jubiläum des Turn- und Sportvereins. In mehreren Veranstaltungen wurde das Jubiläum gefeiert. Höhepunkt war der Festabend im Bierzelt auf dem Volksfestplatz.

1993 übernahm der langjährige Vizepräsident Kurt Homm die Leitung des Vereins. 1995 erreichte der TuS mit inzwischen 27 Abteilungen einen Höhepunkt an angebotenen Sportarten. Ein Ärgernis begleitete den TuS im Jahr 1997. Die Stadt vergab den Sportplatz „Auf der Lände“ ohne Rücksprache an den SCF zur Verwaltung. Im Jahr 1998 wurde ein umfangreicher Umbau des Vereinsheimes durchgeführt.

2000 ein historischer Augenblick. Maria Röhl wurde als Nachfolgerin von Kurt Homm die erste weibliche Präsidentin. Sie erreichte auch die Rückgabe des Sportplatzes an den TuS. 2002 erreichte der TuS mit 3245 Mitgliedern in 26 Abteilungen einen weiteren Höhepunkt.

2003 tritt Maria Röhl vorzeitig zurück. Herbert Thoma übernahm zuerst kommisarisch und dann ab 2004 als gewählter Präsident die Führung des Vereins.

2016 bei der Neuwahl im März ist Herbert Thoma nicht mahr als Präsident angetreten. Als sein Nachfolger wurde Helmut Becker einstimmig gewählt.

2010 wird mit einem Festakt im Stadtsaal, einem Festgottesdienst und dem anschließenden Festumzug das 125jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Ende des Jahres wurde dann die in Eigenregie erstellte Trial-Anlage neben der seit 1987 bestehenden BMX-Bahn eingeweiht. Auch die BMX-Bahn wurde in den letzten Jahren gründlich überholt.

Satzung des TuS Fürstenfeldbruck von 1885 e.V.

Die Hauptvorstände des TUS Fürstenfeldbruck von 1885 bis heute:

Name Amtszeit
Karl Robiczek 1885 – 1889
Karl Mayr 1889 – 1891
Josef Grad 1891 – 1893
Karl Robiczek 1893 – 1894
Guntram Spahn 1894 – 1895
Josef Grad 1895 – 1896
Johann Aichmüller 1896 – 1903
Max Schwinghammer 1903 – 1904
Georg Schlemmer 1904 – 1906
Sebastian Steiner 1906 – 1908
Georg Schlemmer 1908 – 1911
Michael Schwinghammer 1911 – 1919
Hans Huber 1919 – 1921
Leonhard Plonner 1923 – 1945
Ferdinand Staglmaier 1945
Willi Rollenmüller 1946
Anton Ertl 1947 – 1953
Georg Heid 1953 – 1962
Hermann Grischy (Ehrenpräsident) 1962 – 1967
Simon Kottermaier (Ehrenpräsident) 1967 – 1975
Walter Buck 1975 – 1983
Georg Mirschberger (Ehrenpräsident) 1983 – 1992
Kurt Homm 1992 – 2000
Maria Röhl 2000 – 2003
Herbert Thoma 2003 – 2016
Helmut Becker seit 2016

Die Abteilungen des Turn- und Sportvereins Fürstenfeldbruck:

American Football seit 1986
Basketball seit 1955
BMX seit 1987
Cheerleading seit 1986
Damengymnastik seit 1975
FreeArts seit 2014
Freizeitsport seit 1967
Gerätturnen seit 1885
Gesundheitssport seit 1980
Handball seit 1929
Judo & Selbstverteidigung seit 1975
Karate seit 1968
Kindersport seit 1961
Leichtathletik & Laufsport seit 1950
Radsport seit 1950
Rollstuhlsport seit 1992
Rugby seit 1985
Schach seit 1926
Sportkegeln seit 1973
Tanzsport seit 1989
Tischtennis seit 2015
Trial seit 2006
Triathlon seit 1998
Volleyball seit 1972

Turn- und Sportverein Fürstenfeldbruck von 1885 e.V.

Beim Turn- und Sportverein Fürstenfeldbruck sind sowohl der Breiten- als auch der Leistungssport beheimatet. Vom Kleinkind (Eltern-Kind-Turnen) bis zu den Senioren findet im TuS fast jeder eine Möglichkeit seinen Sport auszuüben. Unser Kursprogramm wird laufend ergänzt. Einige Kurse haben das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ und werden deshalb auch von den Krankenkassen bezuschusst.